Kommunale IT-Sicherheit 2026
Studie
Risikomonitor Municipal Exposure Survey · Vollerhebung 2.086 Gemeinden

Kommunale IT-Sicherheitin Österreich 2026

Flächendeckende, passive Lagemessung der öffentlichen Infrastruktur von 2.086 österreichischen Gemeinden: Hosting, exponierte Dienste, Schwachstellen und kompromittierte Zugangsdaten im Darknet. Kein Scan, kein Verbindungsaufbau, kein Penetrationstest.

Herausgeberrisikomonitor.com gmbh
UmfangVollerhebung, 2.086 Gemeinden
Methodeöffentliche Darknet-Quellen und passive IP-Recherche
DatenstandOktober 2026 · Version 1.0
1

Executive Summary

Ob Korneuburg 2024, Langenzersdorf im Februar 2026 oder Reichenau an der Rax im Sommer 2026: Österreichische Gemeinden werden regelmäßig Opfer von Ransomware.1, 6, 8 Diese Studie misst erstmals flächendeckend und ausschließlich passiv, wie groß die digitale Angriffsfläche aller Gemeinden ist.

1 · Gemeinden
2.086
analysiert, von 2.092 in Österreich3
2 · Betroffen
984
Gemeinden in Combolisten, Quote 47,2 %
3 · Datensätze
272.809
Zugangsdaten mit Gemeindebezug
4 · Klartext
958
lesbare Passwörter, 46,6 % schwach

Fünf Kernbefunde

(1) 984 Gemeinden (47,2 %) stehen mit dienstlichen Adressen in Combolisten, 882 (42,3 %) in Datenbanken geleakter Zugangsdaten; zusammen 272.809 Datensätze. (2) 958 Passwörter liegen im Klartext vor. 46,6 % davon erfüllen höchstens eines von fünf Komplexitätskriterien, nur 3,5 % gelten als stark. (3) Betroffen sind vor allem Kunden: 7.758 Einträge von Bürgerinnen und Bürgern, dazu 88 von Bediensteten und 395 von kompromittierten Endgeräten (Infostealer). (4) Mit 36,1 % steht der größte Teil der Gemeinde-Server in Österreich, 29,5 % in Irland (Microsoft) und 27,8 % in Deutschland; 23,5 % der Gemeinden bieten FTP im Klartext an, 7,9 % eine offen erreichbare Datenbank. (5) 240 Gemeinden (13,0 %) betreiben Software mit dokumentierten Schwachstellen, 75,7 % der 1.270 gefundenen CVEs sind älter als fünf Jahre.

Zentraler Schluss. Kommunale IT-Sicherheit ist in Österreich vor allem ein Problem der Zugangsdaten und erst in zweiter Linie eines der Server. Der größte Hebel liegt bei Mehrfaktor-Authentifizierung, beim Zurücksetzen bekannter Passwörter und bei wenigen IT-Dienstleistern, die einen Großteil der Gemeinden betreuen.
2

Methodik

Alle Ergebnisse stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen: aus der passiven IP-Recherche und aus öffentlichen Darknet-Quellen, die wir im Rahmen unseres laufenden Monitorings auswerten. Es fand kein aktiver Penetrationstest statt, kein Scan, kein Verbindungsaufbau und kein Anmeldeversuch.

Vollerhebung

Analysiert wurden 2.086 österreichische Gemeinden aus allen neun Bundesländern; Österreich zählt laut Statistik Austria 2.092 Gemeinden.3 Es handelt sich um eine volle Analyse aller erfassten Gemeinden.

Infrastruktur

Auflösung der Gemeinde-Domains zu IP-Adressen, Zuordnung zum Betreiber des IP-Netzes und Geolokalisierung des Serverstandorts sowie Abgleich der öffentlich angezeigten Softwareversionen mit dokumentierten Schwachstellen (CVE).

Öffentliche Darknet-Quellen

Zwei Datenquellen: veröffentlichte Credential-Leaks, die nach dem Domain-Prinzip den Gemeinden zugeordnet werden (6.184 Datensätze), und Combolisten mit maschineller Bewertung der Passwortstärke (266.625 Datensätze).

Bezugsgrößen

Darknet-Werte beziehen sich auf alle 2.086 Gemeinden, Infrastrukturanteile auf die Gemeinden mit zuordenbarem Server. Einzelne Gemeinden werden nicht genannt, Passwörter nur als Muster beschrieben, veröffentlicht werden ausschließlich Aggregate.

Kein Pentest. Diese Studie zeigt, was in öffentlichen Darknet-Quellen und öffentlich zugänglichen Infrastrukturdaten über österreichische Gemeinden bereits sichtbar ist. Es wurde kein System aktiv getestet.
3

Lagebild: Angriffe auf Kommunen

Die Liste österreichischer Verwaltungen, die von Ransomware getroffen wurden, wird länger. Die bekannt gewordenen Fälle zeigen ein gleichbleibendes Muster: Verschlüsselung, Stillstand der Verwaltung, Lösegeldforderung, teils Veröffentlichung der Daten.

ZeitpunktVerwaltungEreignis
Mai 2022Land KärntenGruppe BlackCat; rund 100 von 3.700 Arbeitsplätzen infiziert, E-Mail-System ausgefallen; Forderung von 5 Mio. US-Dollar, nicht bezahlt.5
Feb. 2024Stadtgemeinde KorneuburgEDV vollständig verschlüsselt, Verwaltung stand still; Zuordnung zur Gruppe LockBit; Betrieb nach vier Tagen wiederhergestellt.6, 7
2025/26Krieglach, Maria Enzersdorf, Tullnlaut Medienberichten von Angriffen betroffen; Details nicht öffentlich.9
Feb. 2026Marktgemeinde Langenzersdorfinternes Netzwerk ausgefallen, Parteienverkehr bis auf Weiteres eingestellt.8
Juli 2026Marktgemeinde Reichenau an der RaxGruppe SafePay; Daten am 10.10.2026 im Darknet veröffentlicht.1
Kein gezielter Angriff nötig. Laut dem Bürgermeister von Korneuburg waren die Angreifer nicht gezielt auf Gemeinden aus, sondern hätten die Stadt quasi im Vorbeigehen mitgenommen.6 Genau dafür reichen geleakte Zugangsdaten und ungepflegte Dienste, wie sie diese Studie flächendeckend misst.

Der Fall Reichenau an der Rax

ZeitpunktEreignis
Ende Juli 2026Die Gemeinde bemerkt den Angriff.1
08.09.2026SafePay kündigt die Veröffentlichung an (Täterangabe).1
10.10.2026Veröffentlichung der Daten auf der Leak-Seite der Gruppe.1
24.10.2026Bürgermeister: kein Lösegeld bezahlt; Gesundheitsunterlagen stammten aus persönlichen Verzeichnissen einzelner Bediensteter.2

Laut Medienbericht enthält der Datensatz Geburtsdaten, Familienstand, Staatsbürgerschaft, Schulzeugnisse, Lebensläufe, AMS-Bewerbungen, Arztbriefe, Schülerlisten sowie Gehalts-, Steuer- und Sozialversicherungsunterlagen.1

Melderegister
4.171
Personen im Auszug vom 11.05.2026
Minderjährige
407
Personen unter 18 Jahren
Religion
3.202
Personen mit Bekenntnis
Verknüpft
8.498
Namen mit Adresse oder E-Mail
Die Folgen tragen die Bürger. Ein einzelner Einbruch in eine Gemeinde mit wenigen tausend Einwohnern legt Daten offen, die im Melderegister, in der Schule und in der Personalverwaltung über Jahre gesammelt wurden.

Was frühere Fälle lehren

Die dokumentierten Fälle zeigen, wovon Schaden und Wiederanlauf abhängen: nicht von der Größe der Gemeinde, sondern von Sicherungen, Netztrennung und der Frage, ob Angreifer überhaupt hineinkommen.

FallBefundQuelle
Land Kärnten 2022Rund 100 von 3.700 Arbeitsplätzen infiziert. Weil alle Daten auf Sicherungssystemen lagen, wurde das Lösegeld von 5 Mio. US-Dollar nicht bezahlt; Systeme gingen erst nach Prüfung in gesicherter Umgebung wieder ans Netz.Salzburg24, 20225
Korneuburg 2024Rund 90 PCs geprüft und teils neu aufgesetzt, Wiederanlauf nach vier Tagen. Verloren gingen fünf Arbeitstage, die E-Mails der letzten zehn Tage und Daten für den Jahresabschluss; Gehälter wurden per Erlagschein ausgezahlt. Gerettet hat ein externes Band-Backup.KOMMUNAL, 20246
Reichenau 2026Zwischen Bemerken des Angriffs und Veröffentlichung lagen rund zehn Wochen. Betroffen sind Melde-, Schul- und Personaldaten von mehreren tausend Personen.eXXpress, 20261
Forderung
5 Mio. USD
Land Kärnten 2022, nicht bezahlt
Wiederanlauf
4 Tage
Korneuburg 2024, mit Band-Backup
Neu aufgesetzt
90 PCs
Korneuburg 2024, geprüft bzw. neu
Bis zum Leak
10 Wochen
Reichenau 2026, rund

Die Lehre aus Korneuburg. Ein vom Netz getrenntes Backup entschied über Tage statt Wochen Stillstand. Es verhindert aber nicht, dass Daten abfließen und veröffentlicht werden.

Was die Messung ergänzt. Die Fälle zeigen die Folgen, diese Studie den Ausgangspunkt: Zugangsdaten und offene Dienste, über die Angreifer ohne besonderen Aufwand eindringen können.

4

Server-Infrastruktur

Für alle 2.086 Gemeinden wurden IP-Adresse, Betreiber des IP-Netzes und Serverstandort ermittelt; 1.846 Domains ließen sich zu IP-Adressen auflösen.

Größter Einzelbetreiber ist Microsoft mit 29,7 %. Dahinter folgt mit der eww ag (12,6 %) ein österreichischer Anbieter, danach Amazon (10,2 %) und Hetzner (5,1 %). Die Spitze der Betreuung ist stark konzentriert.

Knapp jede dritte Gemeinde hängt mit ihren Diensten an einem einzigen US-Konzern. Ein erheblicher Teil liegt auf wenigen geteilten Azure-Adressen, über die Dienstleister viele Gemeinde-Websites gemeinsam betreiben.

Blau: österreichischer Anbieter, Grau: ausländischer Anbieter. Anteile an den Gemeinden mit zuordenbarem Betreiber.

2026-10-28T22:37:43.525494 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Microsoft eww ag Amazon Hetzner Online GmbH Net4You GMBH netcup GmbH Host Europe GmbH World4You.com Neue Medien Muennich Brunner-Webhosting Ledl.net GmbH & Co. KG A1 Telekom Austria 29,7 % 12,6 % 10,2 % 5,1 % 4,4 % 3,7 % 2,8 % 2,8 % 2,1 % 1,6 % 1,5 % 1,5 %

Serverstandort und digitale Souveränität

Inland
36,1 %
Server in Österreich
Ausland
63,9 %
Server außerhalb Österreichs
Irland
29,5 %
Microsoft Azure
Deutschland
27,8 %
Hetzner, netcup und andere
2026-10-28T22:37:43.476169 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Austria Ireland Germany The Netherlands France Canada 36,1 % 29,5 % 27,8 % 1,8 % 1,6 % 1,1 %

Serverstandort nach Geolokalisierung der IP-Adresse, Anteil der Gemeinden mit zuordenbarem Standort. Quelle: passive IP-Recherche risikomonitor.com.

Mit 36,1 % steht der größte Teil der Gemeinde-Server in Österreich, knapp zwei Drittel aber im Ausland, vor allem in Irland (29,5 %) und Deutschland (27,8 %). Die Datenhaltung in Irland ist datenschutzrechtlich kein Drittlandtransfer, da Irland EU-Mitglied ist.

Sie ist aber eine Frage der digitalen Souveränität: Die irischen Server sind fast durchweg Microsoft Azure, ein US-Konzern; ein weiteres gutes Viertel der Gemeinden liegt bei deutschen Anbietern.

Souveränität. Wo Melde-, Personal- und Sozialdaten verarbeitet werden, entscheidet mit darüber, welches Recht im Ernstfall greift und wer Zugriff verlangen kann.

Hosting außerhalb der EU

68 Gemeinden (3,3 %) betreiben mindestens einen Dienst auf einer IP außerhalb der EU. Ein Teil davon sind Content-Delivery-Netze, deren Ursprungsserver weiter in der EU liegen kann. Bei 25 Gemeinden (1,2 %) liegt echtes Hosting außerhalb der EU vor, also kein reiner CDN-Anbieter.

Echtes Nicht-EU-Hosting je Land (Gemeinden, ohne CDN)
2026-10-28T19:45:47.136282 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Schweiz USA 16 9

Betroffen sind ausschließlich die Schweiz (16 Gemeinden) und die USA (9). Für die Schweiz besteht ein Angemessenheitsbeschluss der EU, der Datentransfer ist dort datenschutzrechtlich abgedeckt.

Die neun Gemeinden mit US-Hosting nutzen durchwegs Website-Baukästen und Entwicklerplattformen (etwa Wix, Weebly, GitHub oder Squarespace). Hosting in Hochrisiko-Staaten wie Russland oder der Ukraine tritt bei den Gemeinde-Domains nicht auf.

Warum das zählt. Wo Dienste außerhalb der EU oder des EWR und ohne Angemessenheitsbeschluss laufen, ist der Zugriff durch ausländische Behörden rechtlich nicht auf DSGVO-Niveau begrenzt. Für Melde-, Personal- und Sozialdaten ist das ein eigenes Risiko.

Rot: Hosting in Ländern ohne EU-Angemessenheitsbeschluss (USA). Grau: mit Angemessenheitsbeschluss (Schweiz). Grundlage: Geolokalisierung aller IP-Adressen je Gemeinde-Domain, CDN-Anbieter (Cloudflare, Amazon, Google, Microsoft) ausgenommen.

Vollständige Studie als PDF
Kostenlos — gegen kurze Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse.
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Exponierte Dienste

Jeder offen erreichbare Dienst vergrößert die Angriffsfläche und wird bei veralteter Software oder Fehlkonfiguration zum Einfallstor.

23,5 % der Gemeinden bieten auf mindestens einem ihrer Server FTP an, das Benutzernamen und Passwörter unverschlüsselt überträgt. Rund jede achte holt E-Mails über POP3 oder IMAP ohne Verschlüsselung ab.

7,9 % der Gemeinden haben eine MySQL-Datenbank direkt aus dem Internet erreichbar, was in aller Regel als kritische Fehlkonfiguration gilt.

Zählweise. Gezählt wird je Gemeinde über alle Server, auf die sie auflöst. Ein verwundbarer geteilter Hoster betrifft jede Gemeinde auf ihm.
2026-10-28T22:37:43.576319 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ HTTP (80) HTTPS (443) FTP (21) SMTP (25) SSH (22) IMAP (143) POP3 (110) IMAPS (993) POP3S (995) SMTPS (465) HTTPS-Alt (8443) MySQL (3306) HTTP-Alt (8080) 93,7 % 92,5 % 23,5 % 18,9 % 16,5 % 12,6 % 12,8 % 13,3 % 12,7 % 12,3 % 9,6 % 7,9 % 3,1 %

Anteil der 1.846 aufgelösten Gemeinden, deren Server den Dienst offen anbieten. Rot: Klartext oder Datenbank.

E-Mail-Sicherheit

Zwei DNS-Einträge entscheiden darüber, ob sich Angreifer als eine Gemeinde ausgeben können: SPF legt fest, welche Server im Namen der Domain senden dürfen, DMARC sagt, was mit gefälschten Mails geschehen soll. Beide fehlen bei vielen Gemeinden.

SPF vorhanden
66,7 %
ein Drittel ohne SPF
DMARC vorhanden
30,5 %
mehr als zwei Drittel ohne DMARC
SPF und DMARC
30,0 %
nur jede dritte voll abgesichert
Beide fehlen
32,9 %
kein Spoofing-Schutz
Absicherung gegen E-Mail-Spoofing (Anteil der Gemeinden)
2026-10-28T14:24:31.322908 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ SPF und DMARC DMARC SPF 66,7 % vorhanden 33,3 % fehlt 30,5 % vorhanden 69,5 % fehlt 30,0 % vorhanden 70,0 % fehlt

SPF und DMARC je Gemeinde-Domain. Blau: vorhanden, Rot: fehlt. Grundlage: DNS-Abfrage aller Gemeinde-Domains.

Ohne DMARC bleibt ein gültiger SPF-Eintrag weitgehend wirkungslos, weil niemand die Einhaltung erzwingt. Fehlen beide, kann praktisch jeder E-Mails im Namen der Gemeinde versenden, der klassische Weg für Phishing gegen Bürger und für den Rechnungsbetrug (CEO-Fraud) innerhalb der Verwaltung. Die vertiefte Auswertung enthält die Risikomonitor Studie 06 „E-Mail Security Austria 2026".18

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CMS, PHP und Zertifikate

Das eingesetzte Content-Management-System (CMS) entscheidet mit über die Angriffsfläche: Jedes CMS bringt eigene Schwachstellen, Erweiterungen und einen eigenen Update-Rhythmus mit. Für die erreichbaren Gemeinde-Websites wurde das CMS passiv aus Kopfzeilen und Generator-Angaben erkannt.

Erreichbar
1.632
von 2.073 Websites beantwortet
CMS erkannt
598
36,6 % der erreichbaren Sites
Führend
WordPress
212 Sites, vor TYPO3 mit 153
Kommunal
123
Sites auf RiskKommunal
2026-10-28T19:44:01.941014 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ WordPress TYPO3 RiskKommunal Joomla Jimdo Contao Drupal Wix Ghost 212 153 123 51 40 8 5 4 2

Erkannte CMS je Website, absolute Zahl. Bei 1.475 Sites war kein CMS eindeutig erkennbar (statische Seiten, Baukästen oder verdeckt).

Breite Streuung, bekannte Namen

WordPress (212) und TYPO3 (153) dominieren, zusammen 61,0 % der erkannten Systeme. Beide sind beliebte Angriffsziele, vor allem über veraltete Plugins und Erweiterungen.

Mit RiskKommunal (123) steht ein auf Gemeinden zugeschnittenes System an dritter Stelle. Joomla (51) und der Baukasten Jimdo (40) folgen.

Warum das zählt. Über ein CMS kommen Schwachstellen oft nicht aus dem Kern, sondern aus Dutzenden Erweiterungen, die seltener gepflegt werden als das System selbst.

PHP-Versionsstand

Viele dieser Systeme laufen auf PHP. Zeigt ein Server seine PHP-Version offen, lässt sich der Patch-Stand ablesen. 1.505 der 1.632 erreichbaren Server (92,2 %) verbergen die Version, was Angreifer nicht hindert, aber die Messung zur Untergrenze macht.

Version sichtbar
127
der erreichbaren Server
Version verborgen
1.505
92,2 % der erreichbaren Server
EOL, betroffen
34
Server auf abgekündigten PHP-Zweigen
Aktuell gepatcht
92
Server mit aktueller PHP-Version
PHP-Status der erreichbaren Server (1.632)
2026-10-28T19:44:01.982033 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ 92 gepatcht 1.505 Version versteckt 35 EOL / betroffen

Verteilung über alle erreichbaren Server. EOL bezeichnet PHP-Zweige ohne offizielle Sicherheitsupdates (etwa 7.4 und älter). Rot: betroffen.

Von den 127 Servern mit sichtbarer Version laufen 34 auf einem End-of-Life-Zweig ohne Sicherheitsupdates. Dort genügt kein Minor-Update, nötig ist ein Wechsel des PHP-Zweigs.

Backports bei LTS-Systemen. Linux-Distributionen mit Langzeitpflege spielen PHP-Korrekturen oft zurück, ohne die angezeigte Versionsnummer zu ändern. Ob ein Server mit älterer Versionsangabe tatsächlich verwundbar ist, klärt erst der Paketstand der Distribution.

Eingesetzte Technologien

Aus den öffentlich einsehbaren Diensten auf den Servern der Gemeinden und ihrer Subdomains lassen sich die eingesetzten Technologien ablesen. Bei den Webservern dominieren Apache und nginx, auffällig ist die Breite an direkt erkennbaren Datenbanken und Dateidiensten (rot).

Häufigste erkannte Software (Zahl der Gemeinden)
2026-10-28T22:37:43.782862 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Apache httpd OpenSSH nginx Postfix MariaDB OpenResty Pure-FTPd Cloudflare PostgreSQL Microsoft IIS MySQL Exim 235 101 88 59 48 24 23 21 19 19 15 11
Auffällige Merkmale (Zahl der Gemeinden)
2026-10-28T22:37:43.816623 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Self-Signed-Zertifikat Datenbank exponiert Software am Lebensende Offenes Verzeichnis Betriebssystem am Lebensende 312 145 78 66 1
Lebensende im Bestand. Bei 78 Gemeinden laufen Komponenten über ihr Herstellerende hinaus und erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Ein dauerhaft offenes Einfallstor.

Zertifikate und Schlüsselverwaltung

Die Zertifikatslandschaft zeigt, wie Gemeinden ihre Schlüssel verwalten. Zwei Befunde fallen auf: der breite Einsatz von Wildcard-Zertifikaten und eine erhebliche Zahl selbstsignierter Zertifikate.

2026-10-28T22:37:43.840264 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ 12,4 % mit Wildcard- Zertifikat

Wildcard-Zertifikate

259 Gemeinden (12,4 %) setzen mindestens ein Wildcard-Zertifikat ein, das für eine ganze Domain samt aller Subdomains gilt. Ein Wildcard-Zertifikat bedeutet, dass ein einziger privater Schlüssel alle Dienste einer Domain absichert. Wird er kompromittiert, sind alle Subdomains betroffen.

Der verbreitete Einsatz deutet darauf hin, dass die Schlüsselverwaltung in der Regel extern beim Dienstleister liegt und zentral über ein Zertifikat gelöst wird, nicht je Dienst getrennt.

Selbstsignierte Zertifikate. Zusätzlich setzen 312 Gemeinden mindestens ein selbstsigniertes Zertifikat ein, dem kein Browser und keine Zertifizierungsstelle vertraut. Es verschlüsselt den Übertragungsweg zwar, bestätigt aber keine vertrauenswürdige Identität des Servers. Dadurch kann ein zwischengeschalteter Angreifer (Man-in-the-Middle) sein eigenes Zertifikat unbemerkt unterschieben und den verschlüsselten Verkehr mitlesen.
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Schwachstellen

Jeder Server, auf den eine Gemeinde auflöst, wurde mit dokumentierten Schwachstellen (CVE) abgeglichen. 13,0 % der Gemeinden betreiben Software mit mindestens einer solchen Lücke. Die Schwere ist dabei hoch: von den 240 betroffenen Gemeinden haben 227 (94,6 %) mindestens eine hochkritische Lücke (CVSS ≥ 7), bei 169 davon sogar kritisch (CVSS ≥ 9).

Betroffen
13,0 %
240 Gemeinden mit CVE-Fund
Eindeutige CVEs
1.270
über alle Server
Hochkritisch
227
Gemeinden mit CVSS ≥ 7 (94,6 %)
Kritisch
169
davon CVSS ≥ 9
2026-10-28T22:37:43.699825 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 0 25 50 75 100 125 150 eindeutige CVEs 2 8 6 11 11 22 9 51 13 61 12 42 6 27 13 52 52 91 102 153 39 100 27 81 35 101 44 100 24 60 28 45 40 65 18 26 14 27 78 145 hochkritisch (CVSS ≥ 7) darunter (CVSS < 7)

Eindeutige CVEs nach Erscheinungsjahr, gestapelt nach Schwere. Rot: hochkritisch (CVSS ≥ 7), Orange: darunter (CVSS < 7). Zahl im roten Feld: hochkritische, Zahl oben: gesamt. CVSS laut NVD. Insgesamt 575 der 1.270 CVEs sind hochkritisch.

Rund 100 Gemeinden teilen über ihren Hoster einen identischen Satz alter Lücken aus den Jahren 2007 bis 2013, ein Hinweis auf Systeme ohne grundlegende Updates seit über einem Jahrzehnt. Auf mehreren Gemeinde-Websites laufen zudem jQuery-Versionen mit bekannten Cross-Site-Scripting-Lücken, die vor allem die Besucher gefährden.

Wie lange Lücken offen bleiben

Das Veröffentlichungsjahr der gefundenen Schwachstellen zeigt, wie lange Systeme ohne Updates weiterlaufen. Fast neun von zehn Lücken sind älter als ein Jahr, drei Viertel älter als fünf Jahre.

Älter als 1 Jahr
88,6 %
der 1.270 CVEs
Älter als 5 Jahre
75,7 %
der 1.270 CVEs
Älter als 10 Jahre
40,9 %
der 1.270 CVEs
Aus 2026
11,4 %
145 CVEs, aktuelles Jahr
2026-10-28T19:45:47.099068 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ 0 1 3 5 10 15 19 Jahre seit Veröffentlichung der Schwachstelle 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Anteil der eindeutigen CVEs 88,6 % älter als 1 J. 75,7 % älter als 5 J. 40,9 % älter als 10 J. 0,8 % älter als 19 J.

Anteil der 1.270 eindeutigen CVEs, deren Veröffentlichung mindestens x Jahre zurückliegt, Stand 2026.

Die fünf relevantesten Schwachstellen

CVESoftwareCVSSEinstufungBeschreibung
CVE-2007-2768OpenSSH4,3 (v2)MITTELBei OpenSSH mit OPIE über PAM lässt sich aus dem Antwortverhalten ableiten, ob ein Benutzerkonto existiert. Das Aufzählen gültiger Konten ist ein typischer erster Schritt gezielter Angriffe.10
CVE-2021-36368OpenSSH3,7NIEDRIGBei Agent-Forwarding kann ein manipulierter Server verschleiern, wofür eine FIDO-Bestätigung tatsächlich gilt. Laut Hersteller keine Umgehung der Anmeldung.11
CVE-2018-1302Apache httpd5,9MITTELBeim Abbau eines HTTP/2-Streams kann ein Nullzeiger in bereits freigegebenen Speicher geschrieben werden; Folge kann ein Ausfall des Dienstes sein.12
CVE-2021-41617OpenSSH7,0HOCHRechteausweitung in sshd: Hilfsprogramme für AuthorizedKeysCommand und AuthorizedPrincipalsCommand laufen unter bestimmten Konfigurationen mit erweiterten Gruppenrechten.13
CVE-2024-24795Apache httpd6,3MITTELHTTP Response Splitting in mehreren Modulen: Wer Antwort-Header einer Anwendung beeinflussen kann, löst eine HTTP-Desynchronisation aus. Behoben ab Version 2.4.59.14

Tab. 3: Relevanteste Schwachstellen nach Häufigkeit und Gewichtung. CVSS v3.1 laut NVD, bei CVE-2007-2768 nur v2 verfügbar, bei CVE-2024-24795 Bewertung durch CISA-ADP; an den Originalquellen geprüft am 28.10.2026.

Behebung. OpenSSH und Apache httpd auf aktuelle Versionen zu heben, schließt alle fünf Lücken. Für keine davon ist ein Wechsel der Plattform nötig.
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Zugangsdaten im Darknet

Aus öffentlichen Darknet-Quellen ordnet unsere Analyse 273.587 Datensätze österreichischen Gemeinde-Domains zu. Die beiden Quellen überschneiden sich: 884 Gemeinden stehen in Leak-Datenbanken, 986 in Combolisten, in mindestens einer der beiden 1.084.

In mindestens einer
52,0 %
1.084 Gemeinden betroffen
In Leak-Datenbanken
42,4 %
884 Gemeinden
In Combolisten
47,3 %
986 Gemeinden
In beiden
37,7 %
786 Gemeinden überschneiden
2026-10-28T14:05:45.186713 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ in mindestens einer in Combolisten in Leak-Datenbanken 884 (42,4 %) 1.202 986 (47,3 %) 1.100 1.084 (52,0 %) 1.002

Gemeinden je Quelle und in mindestens einer der beiden, N = 2.086. Die Summe der Einzelquellen ist größer als 1.084, weil viele Gemeinden in beiden stehen.

Die Datensätze stammen überwiegend nicht aus Angriffen auf Gemeinden selbst, sondern aus Datenpannen kommerzieller Plattformen, auf denen Bedienstete dienstliche Adressen registriert hatten: soziale Netzwerke, Webshops, Reise- und Buchungsplattformen, Softwareanbieter. Wo dort dasselbe Passwort genutzt wurde wie im Dienst, ist der Zugang zur Gemeinde unmittelbar gefährdet.

Warum Drittplattformen zählen. Angreifer brauchen keinen Einbruch bei der Gemeinde. Sie testen geleakte Kombinationen aus Adresse und Passwort automatisiert gegen E-Mail, VPN und Verwaltungsportale (Credential Stuffing).

Wie stark Gemeinden betroffen sind

2026-10-28T14:38:29.500341 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ leicht (1 bis 5 Einträge) mittel (6 bis 20 Einträge) stark (über 20 Einträge) 727 Gemeinden 127 Gemeinden 28 Gemeinden
StufeEinträge je GemeindeGemeindenAnteil an 882Anteil an 2.086
leicht1 bis 572782,4 %34,9 %
mittel6 bis 2012714,4 %6,1 %
starkmehr als 20283,2 %1,3 %
betroffen gesamt882100,0 %42,3 %

Tab. 4: Betroffenheitsstufen nach Anzahl der Leak-Einträge je Gemeinde. Spitzenwert: 1.185 Einträge bei einer Großstadt.

Die Verteilung ist stark konzentriert: 28 Gemeinden mit mehr als 20 Einträgen stehen 727 Gemeinden mit höchstens fünf Einträgen gegenüber.

Ein Eintrag genügt. Schon ein gültiger Eintrag reicht für einen Zugriff, auch bei leicht betroffenen Gemeinden.

Betroffenheit nach Bundesland

Die Betroffenheit ist regional sehr ungleich verteilt. Die Quote reicht von 10,6 % in Kärnten bis 80,0 % in Vorarlberg. Ein Muster nach Stadt und Land ist nicht erkennbar, was für die Rolle der jeweiligen IT-Dienstleister spricht.

2026-10-28T22:20:51.476948 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Wien 100,0 % Kärnten 10,6 % Bgld. 22,8 % NÖ 60,0 % Stmk. 43,9 % OÖ 45,9 % Sbg. 73,9 % Tirol 71,8 % Vbg. 80,0 % unter 25 % 25 bis 50 % 50 bis 70 % über 70 %

Absteigend nach Anteil betroffener Gemeinden: Wien 100,0 %, Vorarlberg 80,0 %, Salzburg 73,9 %, Tirol 71,8 %, Niederösterreich 60,0 %, Oberösterreich 45,9 %, Steiermark 43,9 %, Burgenland 22,8 % und Kärnten 10,6 %.

Dienstleister statt Geografie. Dass die westlichen Bundesländer vorn liegen, deutet auf gemeinsame regionale IT-Dienstleister hin, deren Sicherheitsstand ganze Gemeindegruppen prägt.

Personal, Kunden, Endgeräte

Die Leak-Daten sind nach Betroffenengruppe klassifiziert. Den größten Block stellen die Kunden, also Bürgerinnen und Bürger, deren Daten über die Gemeinde abgeflossen sind, gefolgt von Dritten und dem Personal der Gemeinden.

Kunden betroffen
7.758
Einträge von Bürgerinnen und Bürgern
Dritte
1.901
Einträge von Dritt- und Partnerkonten
Personal
88
Einträge von Bediensteten
Endgeräte
395
Einträge mit Infostealer-Indiz
Betroffene Einträge nach Gruppe
2026-10-28T13:01:44.401174 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Kunden Dritte Endgeräte Personal 7.758 1.901 395 88
Häufigste betroffene Funktionsadressen
2026-10-28T13:01:44.434705 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ gemeinde@ info@ amtsleiter@ buerger@ tourismus@ 422 65 45 36 22

Kunden. Mit 7.758 Einträgen sind Bürgerinnen und Bürger die größte Gruppe. Diese Daten gelangen über Portale und Verfahren der Gemeinde ins Netz. Welche Dimension ein einzelner Vorfall erreicht, zeigt Reichenau mit 4.171 Personen aus dem Melderegister.1

Personal. 88 Einträge betreffen Bedienstete direkt, teils mit vollem Namen.

Endgeräte. 395 Einträge tragen eine letzte bekannte IP-Adresse, ein Indiz für Infostealer. Ob das Gerät einem Bediensteten oder einer Bürgerin gehört, ist aus den Daten nicht eindeutig zuordenbar.

Infostealer: Endgeräte als Einfallstor

Der wichtigste Weg, auf dem Zugangsdaten heute abfließen, ist nicht der Einbruch in einen Server, sondern das infizierte Endgerät. Infostealer sind Schadprogramme, die Passwörter, Sitzungs-Cookies und gespeicherte Zugangsdaten direkt vom Rechner der Betroffenen auslesen und in Sammellogs bündeln.

Endgeräte-Einträge
395
mit Infostealer-Indiz in dieser Studie
Zugangsdaten H1/2026
1,7 Mrd.
weltweit aus Infostealer-Logs
Infizierte Geräte
7,4 Mio.
weltweit, plus 27 % im Halbjahr
Breaches mit Zugangsdaten
39 %
weltweit, Verizon DBIR 2026

In dieser Studie tragen 395 Leak-Einträge mit Gemeindebezug eine zuletzt bekannte IP-Adresse, das typische Merkmal eines Infostealer-Logs. Jeder solche Eintrag steht für ein befallenes Gerät, nicht nur für eine Panne bei einem Dritten.

International ist dieser Vektor führend: Laut Verizon Data Breach Investigations Report 2026 sind kompromittierte Zugangsdaten an 39 % aller Sicherheitsvorfälle beteiligt; 54 % der Geräte in den Logs von Zugangs-Händlern trugen mindestens einen Infostealer, und die Hälfte der Ransomware-Opfer hatte binnen 95 Tagen vor dem Angriff ein Zugangsdaten- oder Infostealer-Ereignis.20

Identität vor Technik. Flashpoint fasst die Lage für 2026 so zusammen: Die Identität ersetzt den technischen Exploit als wichtigste Angriffsfläche. Angreifer melden sich mit gültigen gestohlenen Zugangsdaten an, statt eine Lücke auszunutzen.19

Was das für Gemeinden heißt. Ein befallenes Endgerät eines Bediensteten übergibt alle dort gespeicherten Zugänge auf einmal: E-Mail, Verwaltungssoftware, VPN. Schutz entsteht nicht am Server, sondern am Gerät: aktuelle Endpunktsicherung, keine im Browser gespeicherten Dienstpasswörter und durchgängige Mehrfaktor-Authentifizierung.

9

Passwortqualität

958 Klartext-Passwörter dienstlicher Adressen und 266.625 bewertete Combolisten-Einträge zeigen die Passwortpraxis im Gemeindeumfeld.

2026-10-28T11:14:51.333326 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ Stärke, Combolisten (n = 266.625) Komplexität, Klartext (n = 958) Länge, Klartext (n = 958) 33,9 % · 325 57,2 % · 548 8,9 % · 85 46,6 % · 446 49,9 % · 478 40,5 % · 108.109 23,4 % · 62.447 36,0 % · 96.069

Rot: kurz (bis 6 Zeichen) bzw. schwach (0 bis 1 Kriterium, Stufe 1 bis 3); Grau: mittel; Blau: lang (ab 12 Zeichen) bzw. stark (4 bis 5 Kriterien, Stufe 7 bis 10). Kriterien: Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen, Länge ab 12 Zeichen.

Ø Länge
8,2 Zeichen
Klartext-Passwörter
Schwach
446
0 oder 1 Kriterium (46,6 %)
Kurz
325
höchstens 6 Zeichen (33,9 %)
Stark
34
4 oder 5 Kriterien (3,5 %)

Ein Drittel der Klartext-Passwörter hat höchstens sechs Zeichen, nur 85 (8,9 %) haben zwölf oder mehr. Fast jedes zweite erfüllt höchstens eines der fünf Kriterien.

Die Combolisten bestätigen das Bild auf breiter Basis: 108.109 Einträge (40,5 %) sind schwach, 96.069 (36,0 %) stark.

Combolisten und Mehrfachnutzung

Die Combolisten-Einträge tragen eine maschinelle Stärkebewertung von 1 bis 10. 40,5 % liegen in den Stufen 1 bis 3, allein Stufe 3 umfasst 73.253 Einträge.

2026-10-28T12:59:48.506974 image/svg+xml Matplotlib v3.11.2, https://matplotlib.org/ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Stärkestufe (1 = schwächste, 10 = stärkste) 0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 11.117 23.739 73.253 19.512 26.039 16.896 10.098 6.534 70.790 8.647 schwach (1 bis 3) mittel (4 bis 6) stark (7 bis 10)

Verteilung der 266.625 bewerteten Combolisten-Passwörter nach Stärkestufe. Rot: schwach, Grau: mittel, Blau: stark.

Die lesbaren Passwörter stammen erkennbar aus dem privaten Umfeld und werden in den dienstlichen Bereich übertragen. Schwerer als die Schwäche einzelner Passwörter wiegt dabei die Mehrfachnutzung: rund jedes achte lesbare Passwort (12,4 %) ist identisch mit dem mindestens eines weiteren Gemeindekontos. Ein einziger Treffer öffnet dann gleich mehrere Konten.

Folge. Schwache Passwörter fallen bei automatisierten Anmeldeversuchen binnen Sekunden. Länge schlägt Komplexität: nur 8,9 % der Klartext-Passwörter haben 12 Zeichen oder mehr.
10

Risiko-Ampel

Statt einer abstrakten Punktzahl wird jede Gemeinde einer Risiko-Stufe zugeordnet, nach dem schwerwiegendsten Fund. Grün ist ausschließlich, wer gar keinen Fund hat. Jede Exposition eskaliert die Stufe: nur offene Dienste oder unsichere Zertifikate (gelb), geleakte Zugangsdaten in Leak-Datenbanken oder Combolisten (orange), ein durch Infostealer kompromittiertes Endgerät (rot) und schließlich mindestens eine hochkritische Schwachstelle mit CVSS ≥ 7 (dunkelrot).

Clean (grün)
31,6 %
ohne jeden Fund
Nicht grün
68,4 %
mindestens ein Risiko
Zugangsdaten oder schlechter
55,9 %
orange, rot oder dunkelrot
Hochkritisch
10,9 %
dunkelrot, CVSS ≥ 7
Verteilung der Gemeinden nach Risiko-Stufe
31,6 %grün
clean, keine Funde
12,5 %gelb
nur exponierte Dienste
41,0 %orange
Zugangsdaten geleakt
4,0 %rot
Infostealer-Endgerät
10,9 %dunkelrot
hochkritische Lücke

Blockbreite proportional zum Anteil der Gemeinden je Stufe. Zuordnung nach dem jeweils schwerwiegendsten Fund.

Grün ist nur, wer nichts hat. Nur 31,6 % der Gemeinden sind ohne jeden Fund. 68,4 % tragen mindestens ein Risiko, mehr als die Hälfte sogar geleakte Zugangsdaten oder Schlimmeres. Der größte Hebel bleibt das Zurücksetzen bekannter Passwörter und Mehrfaktor-Authentifizierung.

Durchschnittsprofil und Einordnung

IndikatorDurchschnittMaximaler Einzelwert
Credential-Einträge im Darknet7,0 je betroffener Gemeinde1.185 (Großstadt)
Klartext-Passwörter1,1 je betroffener Gemeinde94 (eine Gemeinde)
Risiko-Ampel68,4 % nicht grün10,9 % dunkelrot
exponierte Dienste3,3 der zwölf erfassten Dienste28 offene Ports
CVE-Nennungenbei 13,0 % der Gemeinden34.120 Fundstellen gesamt
Passwortlänge (Klartext)8,2 Zeichen325 Passwörter mit höchstens 6 Zeichen

Tab. 5: Durchschnittsprofil. Quelle: passive IP-Recherche und Darknet-Monitoring risikomonitor.com.

Darknet

884 Gemeinden stehen in Leak-Datenbanken, 986 in Combolisten, 1.084 in mindestens einer der beiden. Betroffen sind vor allem Bürgerinnen und Bürger als Kunden sowie das Personal der Gemeinden.

Infrastruktur

13,0 % der Gemeinden betreiben Software mit öffentlich dokumentierten Lücken, 23,5 % bieten FTP im Klartext an, 7,9 % eine offen erreichbare Datenbank.

Der Durchschnitt verdeckt die Spitzen. Im Schnitt hat eine betroffene Gemeinde 7 Leak-Einträge und gut einen Klartext-Eintrag; einzelne Gemeinden kommen auf 1.185 Einträge bzw. 94 lesbare Passwörter.
11

Rechtslage und Verantwortung

Die Gemeinde trägt die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Daten. Dienstleister haften daneben aus Vertrag und, wo erfasst, aus eigenen NIS-2-Pflichten.

Letztverantwortung bei der Gemeinde

Als Verantwortliche im Sinne der DSGVO muss die Gemeinde nach Art. 32 dem Risiko angemessene technische und organisatorische Maßnahmen treffen. Diese Pflicht ist nicht delegierbar; IT-Dienstleister sind regelmäßig Auftragsverarbeiter nach Art. 28.15

Schadenersatz

Betroffene können nach Art. 82 DSGVO Ersatz materieller und immaterieller Schäden verlangen.15 Wer bekannte Risiken wie geleakte Passwörter nicht behebt, hat es im Streitfall schwer, angemessene Sorgfalt nachzuweisen.

NISG 2026

Seit 1. Oktober 2026 gelten Registrierungs- und Meldepflichten.4 Gemeinden sind häufig ausgenommen, aber nicht immer: Entscheidend ist, wer Trinkwasser, Abwasser oder Abfallentsorgung tatsächlich betreibt, und die Größe der gesamten Organisation einschließlich ihrer Betriebe.4 Als Größenschwellen nennt KOMMUNAL 50 Mitarbeitende bzw. zehn Millionen Euro Umsatz.9

Die NIS-2-Richtlinie verlangt von erfassten Einrichtungen ein Risikomanagement, das die Behandlung von Schwachstellen ausdrücklich umfasst (Art. 21).16

Auslagern entlastet nicht. Wer E-Mail, Website oder Verwaltungssoftware an einen Dienstleister vergibt, bleibt für die Sicherheit der Daten verantwortlich. Die Gemeinde muss den Dienstleister sorgfältig auswählen, vertraglich verpflichten und kontrollieren.

Rechtsrahmen: NISG, RKEG und Standards

Neben der DSGVO prägen 2026 zwei neue österreichische Gesetze und ein anerkannter Standard den Rahmen für kommunale IT-Sicherheit.

RKEG: Resilienz kritischer Einrichtungen

Das Resilienzgesetz für kritische Einrichtungen (RKEG) setzt die EU-Richtlinie zur Resilienz kritischer Einrichtungen um und gilt seit 1. März 2026.21 Es erfasst elf Sektoren, darunter Trinkwasser, Abwasser, digitale Infrastruktur und öffentliche Verwaltung. Ob eine Einrichtung kritisch ist, stellt das Innenministerium per Bescheid fest. Pflichten sind unter anderem eine Risikoanalyse binnen neun Monaten, ein Resilienzplan binnen zehn Monaten und die Meldung erheblicher Vorfälle binnen 24 Stunden; die Strafen reichen bis 500.000 Euro.21

IKT-Nutzungsverordnung

Die IKT-Nutzungsverordnung regelt seit 2009 die Nutzung der staatlichen IKT-Infrastruktur durch Bedienstete, etwa zu Internet, E-Mail sowie Datenspeicherung und Datensicherung.23 Für Gemeinden ist sie kein unmittelbar bindendes Recht, aber ein brauchbares Muster für eigene Nutzungs- und Sicherheitsrichtlinien.

NISG und RKEG greifen ineinander

Während das NISG 2026 vor allem die digitale Sicherheit adressiert, deckt das RKEG auch die physische und organisatorische Widerstandsfähigkeit ab. Viele Stellen erfüllen beide Regime.21

Österreichisches Grundschutz-Pendant

Als praktischen Maßstab gibt es das Österreichische Informationssicherheitshandbuch von Bundeskanzleramt und A-SIT, das Gegenstück zum deutschen BSI-IT-Grundschutz.22 Es ist nicht verpflichtend, bietet aber einen anerkannten Maßnahmenkatalog, an dem sich eine Gemeinde ausrichten kann.

Auch ohne Pflicht in der Haftung. Selbst wo NISG und RKEG nicht greifen, bleibt die DSGVO-Pflicht zu angemessenen Maßnahmen. Ein anerkannter Standard hilft, diese Angemessenheit zu belegen.

Verantwortungsmatrix

PflichtGemeindeIT-DienstleisterBedienstete
Sicherheit der Verarbeitung (Art. 32 DSGVO)ja, als Verantwortliche, nicht delegierbarals Auftragsverarbeiter (Art. 28)nein
NISG 2026: Registrierung, Meldung, Risikomanagementwenn erfasst, etwa als Betreiber von Wasser, Abwasser, Abfallwenn selbst erfasstnein
Systeme patchen, Klartextdienste abschaltenAuftrag und KontrolleUmsetzung im Betriebnein
Mehrfaktor-AuthentifizierungVorgabe und Durchsetzungtechnische BereitstellungNutzung
Keine dienstliche Nutzung privater PasswörterRichtlinie und Schulungtechnische Mindeststandardsja
Haftung gegenüber Betroffenen (Art. 82 DSGVO)jaanteilig möglichnein
Kernaussage. Gemeinden müssen handeln, weil sie die nicht delegierbare Sicherungspflicht tragen. Dienstleister müssen ebenfalls handeln, weil sie die technische Hoheit über Postfächer, Server und Updates haben. Der wirksamste Hebel nutzt diese Hoheit, die Letztverantwortung bleibt bei der Gemeinde.
Vollständige Studie als PDF
Kostenlos — gegen kurze Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse.
12

Handlungsempfehlungen

Für Gemeinden

  • Bekannte kompromittierte Passwörter sofort zurücksetzen und die eigenen Domains laufend überwachen.
  • Funktionspostfächer wie gemeinde@ auf persönliche Konten mit zweitem Faktor umstellen.
  • Endgeräte mit Infostealer-Indikatoren prüfen und bereinigen lassen.
  • Ein vom Netz getrenntes Backup führen und den Wiederanlauf proben; Korneuburg zeigt, was das entscheidet.6

Für IT-Dienstleister

  • Mehrfaktor-Authentifizierung und verschlüsselte Protokolle als Standard setzen, FTP, POP3 und IMAP ohne TLS abschalten.
  • OpenSSH und Apache httpd zentral aktualisieren, Datenbank-Ports vom Internet trennen.

Für Länder und Gemeindeverbände

  • Die wenigen großen Dienstleister koordiniert ansprechen; der Hebel ist größer als breit gestreute Einzelkampagnen.
  • Gemeinsame Sicherheitsdienste für kleine Gemeinden aufbauen: Monitoring, Mehrfaktor-Authentifizierung, Backup.
  • SPF, DKIM und DMARC für alle Gemeinde-Domains als Mindeststandard festlegen.
Priorität. Die größte Risikoreduktion entsteht nicht durch neue Hardware, sondern durch den Schutz der Identitäten: zweiter Faktor, keine geteilten Postfächer, keine bekannten Passwörter.

Maßnahmenplan nach Dringlichkeit

PrioritätMaßnahmeWirkungBezug
SOFORTKompromittierte Passwörter zurücksetzen, Domains laufend überwachenverhindert Anmeldungen mit geleakten Zugangsdaten984 Gemeinden
SOFORTFTP sowie POP3 und IMAP ohne TLS abschalten oder umstellenschließt die verbreitetsten Klartextdienstebis 14,5 %
KURZFRISTIGMehrfaktor-Authentifizierung für E-Mail, VPN, Verwaltungsportalemacht geleakte Passwörter weitgehend wirkungslos422 gemeinde@
KURZFRISTIGInfostealer-Verdacht auf Endgeräten prüfenentfernt aktive Schadsoftware387 Einträge
KURZFRISTIGOpenSSH und Apache httpd aktualisierenschließt die fünf relevantesten CVEs13,0 %
MITTELFRISTIGSPF, DKIM und DMARC für alle Gemeinde-Domainsverhindert E-Mail-Spoofing im Namen der GemeindeStudie 06
MITTELFRISTIGDatenbank-Ports per Firewall vom Internet trennenentfernt das kritischste direkte Expositionsrisiko1,8 %
MITTELFRISTIGGetrenntes Backup und Wiederanlaufplanbegrenzt Stillstand nach einem AngriffKorneuburg

Tab. 6: Maßnahmenplan. Bezug: Befund dieser Studie bzw. Fallbeispiel, auf das sich die Maßnahme stützt.

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Fragen? Manuel Löw-Beer · [email protected]

13

Kennzahlenübersicht

Darknet (N = 2.086)Wert
Gemeinden in Leak-Datenbanken882 (42,3 %)
Gemeinden in Combolisten984 (47,2 %)
Datensätze gesamt272.809
davon Leak-Datensätze6.184
davon Combolisten266.625
Kunden betroffen7.758
Dritte betroffen1.901
Personal betroffen88
Endgeräte (Infostealer-Indiz)395
Klartext-Passwörter958
davon schwach446 (46,6 %)
davon stark34 (3,5 %)
Combolisten schwach (Stufe 1 bis 3)108.109 (40,5 %)
Combolisten stark (Stufe 7 bis 10)96.069 (36,0 %)
InfrastrukturWert
Server in Österreich36,1 %
Server in Irland (Microsoft)29,5 %
Server im Ausland gesamt63,9 %
Server in Deutschland27,8 %
FTP offen23,5 %
POP3 / IMAP ohne TLS12,8 % / 12,6 %
MySQL offen7,9 %
Wildcard-Zertifikate12,4 %
Gemeinden mit CVEs13,0 %
eindeutige CVEs1.270
Subdomains gesamt7.796
eindeutige IP-Adressen1.380

Alle Werte Oktober 2026. Quelle: passive IP-Recherche und Darknet-Monitoring risikomonitor.com.

14

Quellen und Transparenz

Quellenprüfung und Transparenz

Alle Zahlen zu Infrastruktur, Schwachstellen und Zugangsdaten stammen aus unserer passiven Analyse öffentlich zugänglicher Daten und aus öffentlichen Darknet-Quellen, Datenstand Oktober 2026. Es fand kein aktiver Penetrationstest statt, kein Scan, kein Verbindungsaufbau und kein Anmeldeversuch.

Angaben zu Angriffsfällen, Schwachstellen und Rechtslage wurden am 28.10.2026 an den Originalquellen geprüft. Angaben der Angreifer sind als Täterangabe gekennzeichnet, eigene Schätzungen als solche ausgewiesen.

Einzelne Gemeinden der Erhebung werden nicht genannt, Passwörter nur als Muster beschrieben. Gemeindedaten werden intern verschlüsselt gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben; Grundlage sind Dienstleistungsverträge bzw. berechtigte Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

Quellenverzeichnis

  1. eXXpress, „Hacker veröffentlichen intime Daten einer ganzen Gemeinde", 22.10.2026, https://exxpress.at/news/hacker-veroeffentlichen-intime-daten-einer-ganzen-gemeinde/ (geprüft am 28.10.2026).
  2. MeinBezirk, „Cyberangriff in Reichenau an der Rax wirft Fragen auf", 24.10.2026, https://www.meinbezirk.at/c-lokales/cyberangriff-in-reichenau-an-der-rax-wirft-fragen-auf_a8975790 (geprüft am 28.10.2026).
  3. Statistik Austria, „Regionale Gliederungen", 2.092 Gemeinden, https://www.statistik.at/services/tools/regionale-internationale-daten/regionale-daten-und-gliederungen/regionale-gliederungen (geprüft am 28.10.2026).
  4. KPMG Austria, „Cybersecurity: neue Pflichten für Gemeinden", 2026, https://kpmg.com/at/de/insights/2026/08/cybersecurity--neue-pflichten-fuer-gemeinden.html (geprüft am 28.10.2026).
  5. Salzburg24, „Hackerangriff auf Land Kärnten: Täter fordern 5 Mio. Dollar", Mai 2022, https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/hackerangriff-auf-land-kaernten-taeter-fordern-5-mio-dollar-art-253741 (geprüft am 28.10.2026).
  6. KOMMUNAL, „Alle Daten weg: Wie eine Gemeinde zum Hacker-Opfer wurde", 02.04.2024, https://kommunal.at/alle-daten-weg-wie-eine-gemeinde-zum-hacker-opfer-wurde (geprüft am 28.10.2026).
  7. Vienna.at, „Hacker-Gruppe ‚Lockbit‘ steckt hinter Angriff auf Stadtgemeinde Korneuburg", 20.02.2024, https://www.vienna.at/hacker-gruppe-lockbit-steckt-hinter-angriff-auf-stadtgemeinde-korneuburg/8578081 (geprüft am 28.10.2026).
  8. Heute, „Cyber-Angriff legt große Gemeinde in NÖ lahm", 02.03.2026, https://www.heute.at/s/cyber-angriff-legt-grosse-gemeinde-in-noe-lahm-120166017 (geprüft am 28.10.2026).
  9. KOMMUNAL, „Im Visier und unter Beschuss von Cyberkriminellen", 10.04.2026, https://kommunal.at/im-visier-und-unter-beschuss-von-cyberkriminellen (geprüft am 28.10.2026).
  10. NIST NVD, CVE-2007-2768, https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2007-2768 (geprüft am 28.10.2026).
  11. NIST NVD, CVE-2021-36368, https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2021-36368 (geprüft am 28.10.2026, über tenable.com/cve/CVE-2021-36368).
  12. NIST NVD, CVE-2018-1302, https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2018-1302 (geprüft am 28.10.2026, über avd.aquasec.com).
  13. NIST NVD, CVE-2021-41617, https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2021-41617 (geprüft am 28.10.2026).
  14. NIST NVD, CVE-2024-24795, Bewertung CISA-ADP, https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2024-24795 (geprüft am 28.10.2026).
  15. Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung), ABl. L 119 vom 4.5.2016.
  16. Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS-2-Richtlinie), ABl. L 333 vom 27.12.2022.
  17. EY und risikomonitor.com gmbh, „PHP2Shell in Europa", Stichtag 27.10.2026; wissenschaftliche Fassung: Löw-Beer, M., Risikomonitor Working Paper WP 2026-11, Version 3.4, Wien 2026.
  18. risikomonitor.com gmbh, „E-Mail Security Austria 2026", Risikomonitor Studie 06, Wien 2026.
  19. Flashpoint, „Global Threat Intelligence Report, Midyear 2026: Information-Stealing Malware", 2026, https://flashpoint.io/resources/report/flashpoint-global-threat-intelligence-report-midyear-2026/information-stealing-malware-threats/ (geprüft am 28.10.2026).
  20. Verizon, „2026 Data Breach Investigations Report (DBIR)", 2026; Kennzahlen referiert nach Push Security, „What the Verizon DBIR tells us about breaches in 2026", 20.05.2026, https://pushsecurity.com/blog/verizon-dbir-2026-review (geprüft am 28.10.2026).
  21. EY, „Neues Resilienzgesetz (RKEG) tritt in Kraft: Mehr Schutz für kritische Dienste in Österreich", 26.02.2026, https://www.ey.com/de_at/newsroom/2026/02/rkeg-neues-gesetz-2026 (geprüft am 28.10.2026).
  22. Bundeskanzleramt und A-SIT, „Österreichisches Informationssicherheitshandbuch", https://www.sicherheitshandbuch.gv.at (geprüft am 28.10.2026).
  23. IKT-Nutzungsverordnung (IKT-NV), in Kraft seit 02.09.2009, RIS des Bundeskanzleramts (geprüft am 28.10.2026 über jusline.at/gesetz/_ikt-nv).